Freitag, 21. Dezember 2007

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Wetsch mini Feteli?




In meinem Blogfieber, in das ich mich in den letzten sieben Monaten gesteigert habe, habe ich doch glatt vergessen, Bilder sprechen zu lassen...

Das will ich hiermit nachholen. Die Bilder sollen für sich sprechen.

Doch nur für heute, denn morgen werd ich euch erzählen, was es mit Bob Marleys Sierra Leonischen Sprössling auf sich hat, weshalb den Jungs bei Fussballspielen die Sohlen qualmen, und was den armen Mann so auf die Palme gebracht hat.

So, stay tuned

Cheerio

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Dairy in Derry, the end of the diarrhoea diaries, my dear.

Aus, fertig und vorbei, Christoph Blocher ist nicht mehr Bundesrat.
Nur so viel zum Thema Guinea Pigs und Diarrhea für diese Folge... Wobei dies nicht ganz korrekt ist, denn Chistoph B. ist doch kein Dünnpfiff, sondern wo derselbe seinen Austritt findet.

Aber eigentlich geht es hier um weltbewegende Themen, nicht folklorisierte Lokalpolitik.
Ich bin schon längstens nicht mehr in Sierra Leone, sondern in Derry (für die Heiden unter euch ja auch Londonderry).
Hier ist es jedoch nicht minder lustig, naja, ein wenig vielleicht, oder anders geartet.
Auf jeden fall wird es einem hier auch nicht so richtig langweilig, und ansonsten gibt es Guiness und Whisky, judihui.

Ich jedenfalls als Alternativ-Globetrotter (erspart euch bitte Billigwitze dazu...) hab hier auch mal den Spital begutachtet, und zwar eingehend. Momol, nicht übel. Ich weiss jetzt auch, wo die Teetrinker ihr Blut her haben, für all die Sauereienm, die sie hier essen.
War wirklich toll im Spital, mal das ganze Programm von Malaria-, Blinddarm-, Lungenentzündung- und Alzheimertest durchzumachen, um dann keine Ahnung zu haben, was man wirklich hat.

Also, ich eigentlich bin ich ja sogar schon zurück im Ämmital, das geb ich jetzt aber nur bekannt, damit auch sehr viele Leute sich fürs Höck anmelden, oder auch sonst kommen.

Und natüterli, saufen macht auch ohne Sport Spass, und wie...

Donnerstag, 1. November 2007

Diarios de la motocicleta

Also, als ich dann aus Guinea zurück musste, da wollte ich natürlich nicht mehr so viel Geld bezahlen. Also informierte ich mich ein wenig im Untergrund, wie man denn den Checkpoint umgehen könnte. Eine Möglichkeit wäre ein Schiff gewesen, aber das fuhr leider einen Tag zu spät, also musste ich auf dem LAndweg was finden (auf meine BEgleiter setzte ich mal nicht mehr, da die von Tuten und Blasen keine Ahnung hatten). Ich suchte jemanden mit ner Privatkarre, da ich vermutete, dass die mit Weissen belegt nicht durchsucht werden. NAja, konnte natürlich niemanden finden, aber man machte mir den VOrschlag, doch ein lokales Taxi bis nach dem Checkpoint zu nehmen. Die würden nämlich auch nicht durchsucht. Also machten wir das so, lokales Taxi bis nach dem Checkpoint (5mal stopp, um Wasser für den Kühler zu finden), und dann ein Taxi bis zur Grenze. Obwohl die Armleuchter immer wieder einmal zwischen den Zähnen nach GEld fragten, gabs nichts mehr.
An der Grenze mussten wir dann einen Töff nehmen, 60km Schlaglochpiste zu dritt. Ok, nicht ganz, 10 meter machten wir auf dem Buckel des Riders. Es gab zu viel Wasser, um zu 3. auf dem Töff zu passieren, also fuhr der RIder durch den Gunten und kam dann uns 2 auf dem Buckel holen, denn er war als einziger mit FlipFlpos unterwegs.
Wir wurden dann übelst verregnet, weshalb wir in einer Mission übernachteten (wusste schon immer, dass mir meine REligion mal zu Gute kommen wird). Am nächsten TAg per Bike weiter, ich zu hinterst, da mit RUcksack unterwegs (welcher wohl??) ICh lief dann wie John Wayne. Mein steissbein traf des öfteren auf mein Jochbein...
Aber wir überlebten es, kauften unterwegs einen Affen, mmmmmmmmmhhhh, nicht schlecht, wenn auch zu viel Pepper.

Mittlerweile fahre ich auch selbst Töff, 30 Minuten auf dem Fussballfeld (ich hatte nie ein Höddie), dann einfach mal probieren. Hab bis jetzt noch niemanden gekillt.
Ich versuche auch damit Geld zu verdienen. Das Problem ist einfach, dass niemand den Weissen MAnn anhält. So muss ich immer frage, ob sie ein Bike wollen (kann das nun auch in Temne), natürlich wollen die einen dann, bis sich herausstellt, dass ich aber auch GEld will. Dann betteln sie jeweils um Lifts, aber der Weisse Mann will an seinem Image arbeiten und ist drum ein böser WEisser Mann und gibt nur selten Lifts.
Naja, ich hol zumeist die Hälfte meiner MIete fürs Bike wieder heraus. Ist nicht schlecht, kann ein wenig Töff fahren, Erfahrung sammeln und bezahl nicht allzuviel dafür.

Sodele, heute gehts nach Freetown (erstes Mal), FLug buchen.
ICh komm so um den 18. Dezember herum nach hause, da ich noch einen Abstecher nach Derry mache. Meine Regierung ist dort.
Also denn, ich berichte dann mal wieder.

Hoffe ich.
Wobei, wenn ich nicht berichte, dann bekomme ich wenigstens Mails...

Adios
Hasta la victoria siempre!

Samstag, 13. Oktober 2007

Guinea Pigs

Letzte Woche war ich also in meinem 2. afrikanischen Land, Guinea, genauer in Conakry, der Hauptstadt.
Ich reiste nicht primär als Tourist dorthin, auch wenn ich wie einer aussah. Mein primäres Ziel war, zu sehen, wie die Leute business machen, sprich in Guinea Wahren kaufen, die sie dann in Sierra Leone verkaufen können, mit einem gewissen Profit, der vor allem aus tieferen Zollgebühren im Hafen von Conakry und gewissen Währungsvorteilen herrührt.
Ich wollte möglichst wie die Eingeborenen reisen, daher wandte ich mich an 2 Typen, die ich hier in Makeni kenne. Ein Missionar an der Grenze hätte mir beim Grenzübertritt helfen könnnen, doch leider bekam ich ihn nie ans Telefon. Meine REisebegleiter meinten, ein übertritt ohne Visum sei kein Problem, mein Studentenausweis würde genügen, so müsste ich auch weniger an den Checkpoints bezahlen. Naja, ich hatte so meine Zweifel, nahm also auch den PAss mit. Der eine Typ sagte mir auch, dass es keine Probleme geben würde, da er die Grenzposten kenne, die uns helfen könnnen, in Afrika spreche nur das Geld.
Nach 5 h Schlaglochfestival kamen wir dann zum Grenzposten in Sierra Leone, dort hiess es aussteigen. Nachdem ich alle Formulare ausgefüllt hatte, meinte der Typ, ich sei ja illegal im Land, was man denn da machen solle. Im Gegensatz zu vor 2 Jahren hatte ich dieses Mal meine stay permission nicht verlängert, da mit der Immigration Officer hier in Makeni gesagt hatte, es sei alles ok, mit meinem 6 MOnats-Visum. Naja, ich bin ja nicht nur blöd, mir war schon immer klar, dass dieses Nichtverlängern bei meiner Ausreise dazu führen würde, dass man mich um Geld anhauen kann, daher bewahre ich auch eine 20 Dollar-Note auf, damit ich nicht allzu sehr schmieren muss.
Naja, an der Grenze zu Guinea erklärte ich alles, und kam mit rund 1.80 Schmiere davon. GAb einfach die kleinste Note die ich hatte. Der Typ war nicht sehr erfreut über den Betrag, aber was solls.
An den weiteren 2 CHeckpoints gab ich dann jeweils ein paar Räppchen und ein wenig Small Talk in Temne und Krio.
Am ersten Checkpoint in Guinea wollten sie mich dann nach Freetown in die Botschaft schicken, um dort ein Visum zu machen, das würde man in Europa ja auch mit Negern machen Ich erklärte dann auf französisch (oder was ich dafür halte), dass ich gedacht hätte, das System sei wie in Europa, wo man mit einem EU-Visum überall hin kann, dass ich also hier mit einem ECOWAS-Visum auch frei sei zu zirkulieren. Naja, die Worte waren weniger hilfreich als die Schmiere. Ein Soldat meinte, wir müssten die Sachen nun klären und zur Polizei gehen, wo sie mir ein Visum geben könnten. ICh musste dann das BEnzin für seinen Töff bezahlen. Die Soldaten waren ganz OK. Die Polizei war dann ein weiteres Kapitel. MAn könne mir nicht helfen, ich müsste sofort zurück. Irgendwo verschwand dann mein Pass, ich lungerte ein wenig vor der Station herum, meinen Begleitern hatte ich schon lange einen Maulkorb verpasst, da sie nur Scheisse quasselten, die uns immer mehr Probleme bereiteten. Ein Polizist meinte dann, was ich denn noch hier machen würde, er hätte mir doch gesagt, ich solle verschwinden. Ich beschied ihm dann, er solle doch ruhig weiter auf dem Bänkchen sitzen und nichts tun, es sei relativ schwierig, ohne Pass zurückzugehen.
Naja, man fragte mich dann ein wenig aus, was ich denn in Conakry machen wolle, was ich in SL mache, blablabla. Meinte, ich wolle für 2,3 Tage nach Conakry, worauf man mir ein 72 Stunden Transit Visum gab (bezahlte rund 20 Fr.). Und weiter gings. Als es dann schon 23 Uhr war und wir zum letzten Checkpoint kamen, kontrollierte ein Soldat zum letzten Mal unsere Papiere. Das Transit-Visum war dann nicht OK, ich hätte zurück sollen, oder rund 40 Fr. abzudrücken. Das tat ich dann auch, denn um jene ZEit gabs keinen Transport mehr zurück, und ich wollte nicht zurück.
War eine tolle Reise.
In Conakry konnte ich mich dann in einer 5* UNterkunft erholen, ha! ZU dritt in einem Bett, 40 Grad, Moskitos und so weiter. Der eine Typ schlief sehr gut, brauchte auch ordentlich PLatz und hatte wohl auch öfter nicht mehr ganz im Kopf, wer im Bett war mit ihm, auf jedenfall hätte ich auf soviel Körperkontakt verzichten können.
Von Conakry sah ich dann nicht viel, könnte noch schön sein, eventuell. Hatte die ganze Zeit keine KOhle, da ich meine Dollars den Typen gegeben hatte, um Wahren von SL nach Conakry zu bringen, wo sie mich mit der lokalen Währung versehen wollten. Naja, sie sahen ihr GEld nie. Ich hatte natürlich 100$ Notgroschen, wie gesagt, ganz blöd bin ich nicht. Aber das wollte ich die Typen nicht wissen lassen.
Der Artikel ist schon sehr lange.
Das nächste Mal erzähle ich dann mehr vom HAndel, das ist noch interessant.
Nur noch soviel.
In COnakry wollte ich ein Bild von einem Baum machen, da riefen mir ein paar Typen zu, "Toilette, toilette", ich meinte, nonon, pas toilette, foto. Sie insistierten, da dachte ich, ich müsse das mit ihnen klären. Ok, es stellte sich dann heraus, dass sie nicht Toilette gerufen hatten, sondern Tuareg.
Waren TUaregs, die ihre Wahre verkauften, total schön, aber ich hatte weder GEld noch Platz für den Transport.
Also, das nächste Mal mehr.

Adios

Samstag, 29. September 2007

Kommentar zu Bericht unten

Makeni, Bike Rider, Giorgio - wie ich den Bischof vor 2 Jahren liebevoll nannte - und auch mein Busenfreund Benedict Jalloh, das ist Teil meiner Welt hier.
Korruption natürlich auch, schade nur, wenn man andere Leute der Korruption anklagt, selbst aber auch gerne mal ein Paar $$$ in die eigenen Taschen steckt.
Beni Jalloh hat bei 300 ridern je 80.000 Leones eingetrieben, doch immerhin 9000 Fr. und ein Bike rider fährt ein paar Tage für das Geld. Das Geld ist noch immer bei Beni, die Bike Rider nennen ihn crook, Solo B., unterlegener Präsikandidat und Innbegriff des Bösen hier in Makeni.
Keine Donorhilfe für Bikerider, während sonst die letzte Kackerlake von Hilfsgeldern überlebt. Apropos Kackelake, Benedict Jalloh fährt monatlich nach Liberia, bzw., fliegt, und das natürlich von Donors bezahlt, denn er macht dort workshops....
Er hat auch mal GEld für 3 Bike für seine NGO bekomnmen, ein SUV für sich schien ihm angebrachter...
Ihr seht schon, er ist nicht mein Freund, aber er hat sich auch alle Mühe gegeben dies zu werden.
Lest selber, schlect ist der Artikel nicht, nur einseitig.

GEh nächste WOche nach GUinea für meine Researche.
Später mehr.
Adios